Die feine englische Art

Premier Inn - Frankfurt

How lovely! And very British indeed.

Für den ersten Auftritt auf dem deutschen Markt hat sich das Premier Inn mit einem Gestaltungskonzept aus britischen Stilelementen und einer Portion Humor in Frankfurt erfolgreich durchgesetzt – sogar gegen das ursprüngliche Wettbewerbsbriefing des Auftraggebers. Aber der Erfolg gibt der kreativen Idee der Designer Recht.

GastronomiePremier Inn
Standort60327 Frankfurt a. M.
Gesamtfläche640 m²
PlanungsbüroJOI-Design Innenarchitekten A D joehnk + partner mbB
Zum Profil
FotografieChristian Kretschmar für JOI-Design
Ziel der Designer war es, ein Konzept zu entwickeln, das auf clevere Weise die deutsche Perspektive auf die englische Kultur übermittelt, ohne dabei in Kitsch zu verfallen.

Peter Joehnk, Sabrina Voecks & Corinna Kretschmar-Joehnk, JOI-Design GmbH

Mit britischem Humor verbindet man eine besondere Art, die Dinge nicht ganz ernst zu nehmen. Als erstes Flagship-Hotel in Deutschland empfängt das Premier Inn mit seinem charakteristischen Innenarchitekturkonzept die Gäste „very British“. In Großbritannien ist die Economy-Marke im Drei-Sterne-Bereich bereits mit 700 Hotels erfolgreich vertreten. Sich in Frankfurt von der Konkurrenz abzuheben, war das Ziel. Innerhalb des Hotelprojektes sollten auch Restaurant- und Barbereich integriert werden. Entgegen der ursprünglichen Wettbewerbsausschreibung des Kunden entwickelten die Designer ihre ganz eigene Idee. Mit der Anspielung auf eine traditionelle britische Bibliothek als thematisch übergreifendes Motto wurde die Sicht der Deutschen auf die englische Kultur auf humorvolle und unterhaltsame Weise in die Räumlichkeiten übertragen, ohne kitschig zu wirken. Britische Akzente mit frischen und modernen Stilelementen gleichwertig zu verbinden, war die Schwierigkeit des Gesamtkonzeptes. Wie im typisch englischen Wohnzimmer betonen die Chesterfield-Sofas auf Echtholzparkett den britischen Stil. Den Gegenpol stellen luftige Leuchtergruppen über den einzelnen Sitzbereichen dar. So trifft englische Tradition auf originelle Leichtigkeit. An einen klassischen britischen Pub erinnert die Bar mit ihrer mit Zinn belegten Tresenoberfläche. Sie steht präsent im Raummittelpunkt und wird von allen Seiten rege frequentiert. Für Tagungen können einzelne Flächen mittels Schiebepaneelen in flexible Co-Working-Bereiche unterteilt werden. An den großen Community-Tischen mit eingelassenen Steckdosen lassen sich während des Frühstücks auch die digitalen Geräte wieder aufladen. Im gemütlichen Lounge-Bereich hinter der Bar sitzen die Gäste wie in einer Bibliothek und genießen ihre Tasse „High Tee“ im britischen Ambiente. Tee hat gleichwertig neben Kaffee ein prominentes Display im Regal des Restaurants. Aber nach einem langen und anstrengenden Messetag geht nichts über eine heiße Portion „Fish and Chips“ in der Lobby.

Impressionen