Vom Wurzelbunker zum Gourmet-Tempel

Hiltl Langstrasse

Die älteste vegetarische Restaurantfamilie der Welt hat ein neues und modernes Zuhause.

Wertschätzen, vereinfachen und begeistern. So das Motto vom Hiltl Restaurant Langstrasse, dem neuen Standort der ältesten vegetarischen Restaurantfamilie der Welt. Das 120 Jahre alte Unternehmen entwickelte sich in seiner gelebten Tradition zum trendigen Vorreiter der modernen Speise- und Eventkultur.

GastronomieHiltl Langstrasse
Standort8004 Zürich
Innenarchitekturushitamborriello - Innenarchitektur_Szenebild
PlanungsbüroPenzel Valier
Zum Profil
FotografieKuster Frey Fotografie
Das offene, flexible Raumkonzept wird in einen robusten Rahmen mit Betonoberflächen und rohem Mauerwerk gefasst. Unterschiedlichste Strukturen, Oberflächen Bearbeitungen mit raffinierten Details differenzieren elegant die verschiedenen Funktionen.

Ushi Tamboriello (li) & Rolf Hiltl (re)

Schon Gründer Ambrosius Hiltl, geboren 1877, war ein kreativer Mann mit Unternehmergeist und Risikofreude. Als gesundheitsbewusster Schneidergeselle übernahm er aus Überzeugung 1903 das in Zürich eröffnete „Vegetarierheim und Abstinenz-Cafe“. Heute wird das berühmte Stammhaus in der Siehlstrasse von Rolf Hiltl in der vierten Generation erfolgreich weitergeführt. In zentraler Lage, im bekannten Zürcher Kreis 4, befindet sich das neue Restaurant und stellt ein markantes, städtebauliches Element dar. Mit einer quartierstypischen Eingangssituation über Eck wird es über die Langstrasse im Erdgeschoss erschlossen. Als Generalplaner konnten Penzel Valier im Auftrag einer privaten Bauherrschaft den Neubau „Haus Langstrasse“ realisieren sowie die Planung und Ausführung des Hiltl Langstrasse zusammen mit Ushi Tamborriello verwirklichen. Die planerische Aufgabe für die Gestalter lag darin, das bestehende Gastronomiekonzept der Hiltl-Familie in die neuen Räumlichkeiten mit einer Mischung aus Tradition und Innovation einfließen zu lassen. Ein umfassendes Angebot aus Restaurant, Café, Take Away, Kiosk, Bar, Lounge und Club bieten die flexiblen und offenen Gasträume. Raue Betonoberflächen am Boden und an den Wänden vermitteln im großen, u-förmigen Hauptraum eine eher coole und minimalistische Atmosphäre. Weiche, samtbespannte Formholzobjekte erfüllen als bequeme Sitzmöbel und schöne Akustikelemente den Raum mit besinnlicher Stimmung. Als großes Kunstwerk wirkt der 180 Quadratmeter überspannende Veloursteppich des Künstlers Tobias Hantmann in verschiedenen Grautönen an der Decke des Erdgeschosses. Das hybride Konzept des unkonventionellen und kunstaffinen Restaurants wird durch das typische Hiltl-Selbstwahlbüfett und die Theken strukturiert. Als Verkaufstresen am Tag – nachts als Bars genutzt – werden hier hausgemachte vegetarische und vegane Speisen in erstaunlicher Vielfalt sowie frische Fruchtsäfte auch zum Mitnehmen angeboten. Ein Oberlicht mit kaleidoskopartig fragmentierten Spiegeln verbindet das Restaurant optisch mit dem Club im Untergeschoss. Er ist durch eine schallentkoppelte Haus-in-Haus-Konstruktion von den anderen Raumteilen getrennt.

Impressionen